Ihr kennt das vielleicht: Ihr wart im Schulchor (übrigens die bislang größte Erfüllung meines Lebens, als ich in der 5. Klasse Max & Moritz trällern durfte …), habt wichtige Prüfungen, müsst etwas präsentieren oder in Zeiten von Corona ein Seminar über ein weitgehend unerforschtes Medium halten und ihr habt schlichtweg die Hosen voll. Ihr habt Hitzeschübe, eiskalte Hände und Füße, ihr seid nervös und unruhig, habt schwitzige Hände, Magen-Darm Beschwerden und sämtliche Szenarien gehen euch durch den Kopf. Ihr habt Lampenfieber.

Manchmal sprecht ihr den ersten Satz und fühlt euch schlagartig besser, manchmal bleibt dieses Gefühl noch länger – eventuell sogar für das komplette Seminar. Beim Lampenfieber gibt es einen enormen Unterschied zwischen Aufregung (positiv) und Nervosität (eher negativ). Aufregung empfindet man, wenn man sich auf etwas ultimativ freut und super glücklich ist, dass es geschehen wird. Nervosität wird eher mit negativen Emotionen assoziiert und gibt dir ein unkomfortables Gefühl. Beispiele? Aufgeregt kann zum Beispiel ein Sänger*in sein, dessen Leidenschaft es ist vor einem Publikum zu singen. Nervös kann man zum Beispiel vor einem Vortrag sein, dessen Vorbereitung vielleicht nicht die große Erfüllung war und auf den man jetzt eher wenig Lust hat. Nervosität tritt in den meisten Fällen allerdings ohne triftigen Grund auf.

Doch was kann euch schon vorher helfen, um Situationen, die Lampenfieber in euch auslösen, zu meistern? Hier kommen fünf Tipps, um mit Lampenfieber umzugehen:

  1. Setze Kopfhörer auf und mache deine Lieblingsmusik an. Sie kann dir ein gutes Gefühl geben und dich etwas entspannen.
  2. Bewege dich. Lasse die Schultern und Arme kreisen, bewege deinen Kopf langsam nach rechts und links sowie oben und unten. Lasse die Hüften kreisen. Strecke dich. Es wird dir guttun.
  3. Atmen! Atme ein und zähle bis 4, atme aus und zähle bis 6. So verringerst du deine Atemfrequenz und entspannst deinen Körper weiter von innen.
  4. Überprüfe deine Nervosität auf Sinnhaftigkeit. Höre und spüre in dich hinein, ob es Sinn macht, sich verrückt zu machen und stelle dir vor, wie du in der Situation sein möchtest. Die beste Version von dir selbst.
  5. Stell dir vor du sitzt mit deinen Zuhörern am Lagerfeuer. Niemandem wird auffallen, dass du nervös bist. Wirklich.

Viel Freude beim Ausprobieren. 😉