COVID-19 bestimmt unser Land, unsere Welt. Der Großteil des deutschen Volkes steht wahrscheinlich zum ersten Mal vor einer ganz besonderen Situation. Unser Arbeitsleben ist aktuell komplett eingeschränkt. Viele Unternehmen, von klein bis groß, schliddern gerade in existentielle Probleme und werden auf die Hilfen der Bundesregierung zurückgreifen müssen. Wir sollten aktuell zuhause bleiben, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, das Gesundheitssystem zu entlasten und um möglichst zügig wieder zu unserem gewohnten Alltag zurück zu kehren.

Ich habe mir in den letzten Tagen viele Gedanken gemacht, was ich dazu beitragen könnte, den Alltag meiner Leser etwas zu erheitern. Natürlich ist bei mir auch sofort das „Home Office“ in den Kopf geschossen, vor allem weil 100% meiner Kunden seit einer Woche vom Schreibtisch in den eigenen vier Wänden arbeiten. Es gibt allerdings schon mehr als eine Hand voll Tutorials für das Home Office. Wie richte ich mein Home Office ein? Was ziehe ich im Home Office an? Wie kann ich verhindern, meine Fenster zu putzen und Staub zu saugen? Daher habe ich beschlossen, mich mehr um Routinen zu kümmern, die möglichst auch ohne den Corona Virus Teil des Lebens sein könnten und die eure Lebensqualität, speziell in einer mental sehr schwierigen Situation, steigern können.

Ernährung

Starten möchte ich mit einem Thema, zu dem es unzählige Meinungen und Experten gibt und ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht sagen, dass ich der große Ernährungsguru bin. Ich glaube aber, dass mein Vorteil vor allem eins ist: Ich mache mir keinen Stress zum Thema Ernährung und ich möchte, dass die Personen, mit denen ich arbeite, sich genau so wenig Stress damit machen. Hier kommen einige simple Tipps, die man sofort umsetzen kann, um den Körper mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen und stressfrei mit dem Thema Ernährung umzugehen.

 

  1. Jede Mahlzeit sollte bewusst eingenommen werden. Wenn man nicht alleine ist, sollte man sich gemeinsam an einen Tisch setzen, die Nahrungsmittel gut kauen und langsam essen. So ist man schneller satt und vermeidet ein Völlegefühl durch „overeating“.
  2. Die Qualität der Mahlzeit bewusst wahrnehmen. Hey, kein Hahn kräht danach, wenn man ausnahmsweise mal Unfug isst. Wichtig ist, dass man sich dem aber bewusst ist. Wenn man aus großer Lust einen Becher Ben & Jerrys einsaugt, dann sollte man sich den Eimer Eis danach nicht schlecht reden, sondern bewusst genießen und mit einem fetten Lächeln und vollem Bauch auf die Couch sinken. Das Ganze nennt man auch positive Psychologie. Einfach mal positiv denken und nicht alles negativ assoziieren.
  3. Fokus auf Gemüse. Jede Mahlzeit sollte mindestens zwei Hände Gemüse enthalten. Erstens macht es satt und zweitens versorgt Gemüse den Körper mit Nährstoffen, die für gute Laune sorgen. „Gute Laune“-Lebensmittel sind zum Beispiel Lachs, Thunfisch, Hering aufgrund des Gehaltes an Omega 3 Öl, was entzündliche Prozesse im Körper lindern kann. Auberginen, Tomaten und Paprika schützen vor freien Radikalen und man kann damit zum Beispiel sehr leckere mediterrane Mahlzeiten zubereiten. Babyspinat, Feldsalat, Himbeeren, Brombeeren, Bananen sind weitere empfehlenswerte Lebensmittel. Nicht nur in der aktuellen Situation sollte man auf industriell hergestellten Zucker verzichten.
  4. Größere Mengen Kohlenhydrate sollte man sich „verdienen“. Zuhause bewegt man sich natürlich weniger als im Alltag, daher ist es wichtig, sich die Spaghettis mit Bolo auch zu verdienen. Wenn man sich weiter täglich bewegt und zum Beispiel ein kleines Training auf dem Wohnzimmerteppich absolviert, kann man sich auch mal ne Kartoffel gönnen. 😉
  5. Ausreichend Wasser trinken. Meine Empfehlung: Drei Liter Wasser pro Tag.
  6. Sensibel für Stress? Bitte vorsichtig sein bei Koffein. Kaffee kann quasi eine Stresssituation hervorrufen. Koffein blockiert das Signal, dass unserem Gehirn sagen möchte, dass man mal runterfahren sollte. Wenn man sich selbst als Kaffee Junkie bezeichnet, könnte man mal probieren für mindestens zwei Wochen auf das schwarze Gold zu verzichten. Vor allem wenn einem die aktuelle Situation eh auf die Seele schlägt.
  7. Ohne jetzt das „Hamstern“ zu empfehlen, sollte man sich dennoch für mindestens eine Woche mit Lebensmitteln eindecken. Und damit meine ich jetzt nicht die Xte Packung Klopapier. Gemüse, Obst, Fisch/Fleisch, Nüsse, Sprossen sind eine gute Wahl und man kann auch Mahlzeiten für mehrere Tage vorbereiten.
  8. Die Ziele nicht vergessen. Wenn man schon länger ein Ziel verfolgt, sollte der Virus dieses auch nicht beeinflussen. Meine Empfehlung ist die Formulierung eines klaren Zieles für die Zeit der Quarantäne (und danach). Das Ziel, sowie täglich drei positive Dinge würde ich jeden Abend in ein Quarantäne Tagebuch schreiben. Das steigert die Stimmung und motiviert, am Ball zu bleiben.
  9. Bitte Geduld haben. Das Gehirn benötigt etwas Zeit sich auf neue Dinge einzustellen (ca. vier, wahrscheinlich eher acht Wochen). Aber wenn man ehrlich ist: Gibt es einen besseren Zeitpunkt als jetzt?

 

Ausgewogene Ernährung, auch mal was gönnen können, ein Ziel, positive Gedanken und am Ball bleiben.

Philipp Borgböhmer

Gesundheitsmanager